21.12.2017

Liqui Moly an Würth verkauft

Na, dann Prost! Liqui Moly bekommt einen neuen Eigentümer. Zum Jahreswechsel verkauft der geschäftsführende Gesellschafter Ernst Prost seine Unternehmensanteile an die Würth-Gruppe. Bislang ist sie nämlich stiller Teilhaber gewesen, und das seit fast 20 Jahren. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Wettbewerbsbehörden müssen allerdings noch zustimmen.

Nun will Prost, der dieses Jahr seinen 60. Geburtstag feierte, vorsorgen für die Zeit nach ihm oder eventuelle Unwägbarkeiten. Er bleibt weiter Geschäftsführer, und der Schmiermittelhersteller bleibt damit in deutschen Händen. Sonst ändere sich nichts, so Prost, Liqui Moly bleibe ein eigenständiges Unternehmen innerhalb der Würth-Gruppe. Allerdings wird Ernst Prost ab zum 1. März 2018 flankiert von einem zweiten Geschäftsführer: Günter Hiermaier, langjähriger Freund und Weggefährte Prosts.
Ernst Prost

Klein und Groß: Der Würth-Konzern mit Sitz in Künzelsau handelt hauptsächlich mit Montage- und Befestigungsmaterial. Mit über 73.000 Mitarbeitern und 12,5 Milliarden Euro Umsatz ist das Handelshaus ungleich größer als Liqui Moly. Der Öl- und Additivhersteller beschäftigt gut 800 Mitarbeiter und setzt 500 Millionen Euro um. Die letzten drei Jahre sprang dabei stets ein Vorsteuergewinn von über 40 Millionen Euro raus.

Ernst Prost selbst sagt: „Damit stelle ich den Fortbestand von Liqui Moly und Méguin für eine Zeit sicher, wenn ich selbst einmal nicht mehr am Steuerrad stehen sollte. Ich wollte in aller Ruhe Vorsorge treffen, wenn es uns gut geht und wir nicht unter widrigen Bedingungen entscheiden müssen“, sagte Ernst Prost. „Es wäre ja auch unsinnig, am Erfolgskurs der letzten Jahre etwas zu ändern. Es geht genauso weiter wie bisher – nur eben unter einem größeren Dach, das mehr Schutz bietet.“ Und in einem Schreiben an die Mitarbeiter erklärt er: „Im Verbund mit dieser starken, kapitalkräftigen, weltweit operierenden Unternehmensgruppe ist die Sicherheit für unser Unternehmen tausend mal größer als jetzt im Alleingang.“


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