24.10.2019

Alimak weiter profitabel

Der schwedische Hersteller von Aufzügen, Mastkletter- und Hängebühnen Alimak hat ein gemischtes drittes Quartal in Bezug auf Umsatz und Auftragseingang vermeldet, kann aber seinen Gewinn deutlich steigern.
Der Konzernumsatz verbesserte sich in den ersten neun Monaten bis Ende September um neun Prozent auf 3,44 Milliarden Schwedische Kronen (323 Millionen Euro), obwohl der Auftragseingang um drei Prozent auf umgerechnet 309 Millionen Euro zurückgegangen ist. Das Vorsteuerergebnis kletterte jedoch dank verbesserter Margen und niedrigerer Betriebskosten um satte 47 Prozent auf 404,6 Millionen SK, sprich 37,9 Millionen Euro, obwohl ein Teil der Verbesserung auf eine Anpassung der Währungsgewinne und -verluste zurückzuführen ist. Seine Nettoverschuldung konnte der Konzern zum Ende des Berichtszeitraums um sieben Prozent auf 157 Millionen Euro drücken.

Der Umsatz im Unternehmensbereich Construction stieg in den ersten neun Monaten um 13 Prozent auf 57,2 Millionen Euro, während das operative Ergebnis um 35 Prozent auf 9,3 Millionen Euro nach oben ging, was einem Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz sank im dritten Quartal um 26 Prozent auf 12,3 Millionen Euro, der Auftragseingang ging um 10 Prozent zurück, was auf niedrigere Umsätze in Großbritannien und in Skandinavien sowie auf eine Verlagerung weg vom Kauf hin zur Miete im Zuge der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit zurückzuführen ist.

Die Division Industrial konnte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten um sieben Prozent auf 150 Millionen Euro in die Höhe schrauben, während das operative Ergebnis um 93 Prozent auf 7,8 Millionen Euro fast verdoppelt wurde. Der Umsatz lag im dritten Quartal mit 50,2 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang sank um 11 Prozent auf 49,1 Millionen Euro – vor allem aufgrund einer stark gesunkenen Nachfrage nach innenliegenden Aufzügen aus der Windkraftindustrie –, das operative Ergebnis schoss jedoch um 80 Prozent drei Millionen Euro hoch.

Der Vermietumsatz des Konzerns lag in den ersten neun Monaten mit 27,2 Millionen Euro um 11 Prozent über dem Vorjahr, während das operative Ergebnis mit 9,3 Millionen Euro um fünf Prozent höher ausfiel.

CEO Tormod Gunleiksrud sagt: „Im dritten Quartal 2019 haben sich die Trends und Entwicklungen von Anfang des Jahres fortgesetzt. Wir sehen die Früchte unserer Integrationsbemühungen der Wind- und BMU-Geschäfte mit verbesserten Margen im Bereich Industrieausrüstung und einer erhöhten Durchdringung und Wachstumsrate im After Sales in diesen Segmenten. Die zur Industrieausrüstung gehörende Business Unit Wind sieht sich jedoch mit niedrigeren Aufträgen für Turminnenausstattungen konfrontiert, die sich das ganze Jahr über auf Aufträge und Umsatz auswirken werden. Darüber hinaus wird die Investitionsbereitschaft auf dem Baumarkt von Aussichten beeinflusst, die insbesondere in Großbritannien und Skandinavien spürbar sind und deren Marktbedingungen sich im Quartal nicht verbessert haben. Alle oben genannten Faktoren spiegeln sich in den Finanzergebnissen des Quartals wider.“

„Baukunden sind vorsichtig bei Neuinvestitionen. Nach einem starken Q1 und einem soliden Q2 hat die Marktunsicherheit im dritten Quartal bei Baumaschinen ihren Tribut gefordert. Während wir also in einigen Bereichen mit Marktunsicherheiten konfrontiert sind, glaube ich immer noch, dass das Margenziel für das vierte Quartal, obwohl herausfordernd, erreicht werden kann.“


Vertikal Kommentar

Es sieht so aus, als ob Alimak jetzt den Stapel an Akquisitionen verdaut, die es 2016 getätigt hat – darunter Avanti und Façade Access bestehend aus Cox Gomyl und Manntech –, die seine Einnahmen effektiv verdoppelt haben. Auch wenn der Auftragseingang zurückgehen könnte, hat die Gruppe noch viele Zuwächse zu verzeichnen und ist nun wesentlich diversifizierter und breiter aufgestellt, als im Jahr 2008, als die Rezession eintrat.

Diese Ergebnisse scheinen eine ähnliche Entwicklung wie bei anderen Herstellerzahlen für das dritte Quartal aufzuzeigen, nämlich dass es bei anhaltend guten Geschäften deutliche Anzeichen für ein verlangsamtes Wachstum gibt, das derzeit durch Unsicherheit verursacht wird. Solche Unsicherheiten können sich recht schnell selbst erfüllen, da die Auswirkungen in immer mehr Marktsegmenten zu spüren sind.
Um es klar zu sagen: Dies ist ein durchweg positives Ergebnis von Alimak.

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