05.11.2020

Zartes Pflänzchen Hoffnung – trotz Gegenwind

Der US-amerikanische Krankonzern Manitowoc vermeldet einen zart positiven Aufschwung im dritten Quartal.

In den ersten neun Monaten des Jahres, also bis Ende September, lag der Gesamtumsatz mit 1,01 Milliarden US-Dollar 26 Prozent unter dem Vergleichswert von 2019. Zugleich verzeichnete das Unternehmen einen Verlust vor Steuern in Höhe von 11,3 Millionen Dollar gegenüber einem Gewinn von 47,6 Millionen US-Dollar im Vorjahr.

Schauen wir aufs Quartal. Im dritten Quartal lag der Umsatz mit 355,6 Millionen Dollar nur 20,6 Prozent unter dem des Vorjahres, der Auftragseingang im Quartal lag jedoch mit 389,9 Millionen Dollar um 10,5 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. Die Auftragsbücher wiesen Ende September mit 464,8 Millionen Dollar in etwa das gleiche Volumen auf wie zu diesem Zeitpunkt vor einem Jahr. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 6,6 Millionen Dollar, 69 Prozent weniger als im Vorjahr.

Geschäftsführer Aaron Ravenscroft sagt: „Für unsere Ergebnisse im dritten Quartal ist ein Auftragseingang verantwortlich, der stärker als erwartet ausgefallen ist. Wir managen unsere Kosten und Produktionspläne weiterhin straff, und ich war sehr zufrieden mit unserer operativen Ausführung und der Cash-Generierung in diesem Zeitraum. Ich danke unserem Team für seinen außerordentlichen Einsatz, mit dem es weiterhin die durch Covid-19 verursachten Gegenwinde bewältigt und gleichzeitig unsere finanziellen Erwartungen übertroffen hat.“

„Wir haben das dritte Quartal mit einer Liquidität von fast 400 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Trotz des herausfordernden Umfelds investieren wir weiterhin in die Zukunft. Unsere neuen Produktentwicklungsprogramme bleiben auf Kurs, und wir haben begonnen, in organische Strategien zur Umsatzsteigerung zu investieren. Unsere Bilanz ist stark, und wir sind bereit, Akquisitionen zu tätigen, sobald sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld stabilisiert. Ich bin von unseren langfristigen Wachstumschancen und unserer Fähigkeit zur Steigerung des Shareholder Value überzeugt.“


Vertikal Kommentar

Alles in allem ist dies ein sehr positives Ergebnis von Manitowoc, das nicht nur unter den Herausforderungen der Pandemie zu leiden hat, sondern auch unter den Auswirkungen der Bemühungen des Unternehmens, die Trump-Regierung dazu zu bewegen, Zölle auf importierte Krane zu erheben – abgesehen von den von ihr eingeführten. Diese Politik geht auf die Zeit vor Ravenscroft zurück – also die Ära Pennypacker –, der erst im August auf den Chefposten berufen wurde. Aber er muss(te) sich nun mit dem Ärger auseinandersetzen, den die Petition bei vielen US-Kranvermietern verursachte. Je nachdem, woher die Aufträge kamen/kommen, wird der Aufschwung also sehr ermutigend sein für Ravenscroft, der im Übrigen über die Sinnhaftigkeit einer solchen Petition anders denkt als sein Vorgänger...

Manitowoc hat noch viel zu tun, aber die Ergebnisse des dritten Quartals sind sicherlich ermutigend.

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